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# Einwilligungsstatus in Formular-Workflows prüfen

## Was dieser Filter löst

Ein Formular, eine Umfrage oder ein Quiz kann eine Zustimmung zu Bedingungen enthalten. Mit dem Einwilligungsfilter legst du direkt beim Start des Workflows fest, welche Einsendungen weiterlaufen dürfen. Damit verhinderst du, dass der Ablauf für Personen startet, die dieser Bedingung nicht zugestimmt haben.

Der Filter teilt Einsendungen in genau zwei Gruppen ein:

* **zugestimmt:** Die Person hat die abgefragte Zustimmung bestätigt.
* **nicht zugestimmt:** Die Person hat nicht zugestimmt – auch dann, wenn sie mit der Zustimmung gar nicht interagiert hat.

Das ist ein Startfilter: Er entscheidet, ob eine Einsendung in diesen Workflow aufgenommen wird. Er erstellt oder ändert selbst keine Zustimmung und verschickt auch keine Nachricht.

## Wann du ihn verwenden solltest

Nutze den Filter, wenn ein Folgeablauf nur bei einer klar bestätigten Zustimmung starten darf. Typische Fälle sind:

* Nach einer Einsendung soll eine vereinbarte Information folgen.
* Zwei Abläufe sollen Einsendungen mit und ohne Zustimmung sauber trennen.
* Ein Formular soll nur für eine bestimmte, bestätigte Bedingung einen weiteren Prozess starten.

Der Filter ist für die Auslöser **Formular übermittelt**, **Umfrage übermittelt** und **Quiz übermittelt** vorgesehen. Wähle keinen anderen Auslöser in der Erwartung, dass der Status dort nachträglich geprüft wird.

## Voraussetzung: Die Zustimmung muss im Formular eindeutig sein

Lege die relevante Zustimmung zuerst im verwendeten Formular, der Umfrage oder dem Quiz an und prüfe sie selbst. Die Frage muss für die einreichende Person verständlich sein; erst dann kann ein Workflow sinnvoll nach dem Ergebnis unterscheiden.

Bevor du den Workflow veröffentlichst, brauchst du zwei Testeinsendungen:

1. eine mit bestätigter Zustimmung;
2. eine ohne Bestätigung.

Ohne diesen Gegentest bleibt unklar, ob eine nicht bestätigte Einsendung wirklich ausgeschlossen wird.

## Den Filter im Workflow einrichten

1. Öffne **Automatisierung** → **Workflows**. Die Originalansicht zeigt dort die Workflow-Übersicht mit der Schaltfläche zum Erstellen eines neuen Ablaufs.
2. Öffne einen vorhandenen Workflow oder erstelle einen neuen.
3. Wähle als Auslöser **Formular übermittelt**, **Umfrage übermittelt** oder **Quiz übermittelt**.
4. Wähle im Auslöser **Filter hinzufügen**.
5. Wähle den Filter für **Bedingungen und Einwilligung**.
6. Lege den gewünschten Zustand fest: Zustimmung vorhanden oder Zustimmung nicht vorhanden.
7. Speichere den Workflow.

Die zweite Originalansicht zeigt den Filter direkt im Auslöser: Neben einem optionalen Formularfilter erscheint die Bedingung mit einer Auswahl wie **Ja**. Daran erkennst du, dass diese Entscheidung vor den nachfolgenden Schritten des Workflows getroffen wird.

## Zwei sichere Varianten

### Nur bei Zustimmung fortfahren

Lege die Filterbedingung auf **zugestimmt** fest. Dann gelangen nur Einsendungen mit bestätigter Zustimmung in diesen Workflow.

Das eignet sich, wenn der gesamte Ablauf ausschließlich für diese Personengruppe gedacht ist.

### Einsendungen ohne Zustimmung getrennt behandeln

Lege einen zweiten Workflow mit demselben Formular-, Umfrage- oder Quiz-Auslöser an. Dort setzt du die Bedingung auf **nicht zugestimmt**.

So bleiben die beiden Fälle getrennt und der jeweilige Ablauf wird einfacher zu prüfen. Versuche nicht, beide Gruppen mit unklaren Bedingungen in einen einzigen Ablauf zu zwingen, wenn unterschiedliche Folgeschritte nötig sind.

## Mit weiteren Filtern kombinieren

Der Einwilligungsfilter kann gemeinsam mit anderen Startfiltern verwendet werden, zum Beispiel mit einem bestimmten Formular. Dann müssen alle eingestellten Bedingungen passen, bevor eine Einsendung aufgenommen wird.

Das hat eine wichtige Folge: Wenn du zusätzlich ein bestimmtes Formular auswählst, reicht eine Zustimmung allein nicht mehr aus. Die Person muss auch genau dieses Formular eingereicht haben.

Füge deshalb weitere Filter einzeln hinzu und teste nach jeder Änderung beide Fälle erneut.

## So testest du zuverlässig

1. Speichere den Workflow zunächst als Entwurf oder nutze den eingebauten Test.
2. Sende das passende Formular mit bestätigter Zustimmung ab.
3. Öffne den Workflowverlauf und prüfe, ob die Einsendung aufgenommen wurde.
4. Wiederhole den Vorgang ohne bestätigte Zustimmung.
5. Prüfe, dass die zweite Einsendung nicht in den Zustimmungs-Workflow gelangt.
6. Falls du einen getrennten Ablauf ohne Zustimmung eingerichtet hast, kontrolliere auch dort die Aufnahme.

Erst wenn beide Ergebnisse den Erwartungen entsprechen, ist die Filterlogik richtig eingerichtet.

## Praxisbeispiel

Eine Beratungsstelle bietet über eine Umfrage weiterführende Informationen an. Der erste Workflow startet nur bei Einsendungen mit bestätigter Zustimmung und bereitet die gewünschte Information vor. Ein zweiter Workflow erfasst Einsendungen ohne Zustimmung getrennt, ohne die gleiche Folge auszuführen.

Das Team testet beide Varianten mit derselben Umfrage. Im Verlauf sieht es danach eindeutig, welche Einsendung in welchen Ablauf gelangt ist.

## Typische Fehler und Lösungen

### Der Filter ist nicht auswählbar

Prüfe den Workflow-Auslöser. Der Filter steht nur bei Formular-, Umfrage- und Quiz-Einsendungen zur Verfügung.

### Eine Einsendung ohne Auswahl wird falsch erwartet

Nicht mit der Zustimmung zu interagieren wird als **nicht zugestimmt** eingeordnet. Teste diesen Fall ausdrücklich und lege den gewünschten Alternativablauf fest.

### Der Workflow startet trotz Zustimmung nicht

Kontrolliere jeden zusätzlichen Startfilter. Ein bestimmtes Formular oder eine weitere Bedingung kann die Einsendung ebenfalls ausschließen.

### Die zwei Fälle sind schwer nachvollziehbar

Verwende zwei klar benannte Workflows – einen für Zustimmung und einen für keine Zustimmung. Das macht den Test und die spätere Pflege wesentlich übersichtlicher.
