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# Kontakte im Workflow zu einem anderen Schritt leiten

Leite Kontakte am Ende eines Workflow-Zweigs gezielt zu einem vorhandenen Schritt und vermeide doppelte Folgeschritte.

## Was die Aktion leistet

Mit **Gehe zu** leitest du einen Kontakt von einem abgeschlossenen Workflow-Zweig zu einem bereits vorhandenen Schritt desselben Workflows. So können verschiedene Wege an einem gemeinsamen Folgeschritt zusammenlaufen, ohne dass du diesen Folgeschritt mehrfach bauen und pflegen musst.

Die Aktion trifft keine Entscheidung. Eine Bedingung oder Verzweigung entscheidet vorher, welchen Weg ein Kontakt nimmt. **Gehe zu** bestimmt danach ausschließlich, an welchem vorhandenen Schritt es weitergeht.

Das ist besonders hilfreich, wenn unterschiedliche Kontaktgruppen zunächst verschiedene Informationen erhalten, danach aber denselben Warte-, Prüf- oder Nachfassschritt durchlaufen sollen.

## Voraussetzungen

Bevor du einen Sprung einrichtest, prüfe diese Punkte:

* Der gewünschte Zielschritt existiert bereits im selben Workflow.
* Du weißt genau, welche Schritte ab dem Ziel noch folgen.
* Die Entscheidung über den richtigen Weg ist vorher bereits getroffen.
* Der Sprung steht am Ende eines Workflow-Zweigs oder am Ende des gesamten Workflows.

Die Aktion lässt sich nicht zwischen zwei normalen Schritten einfügen. Sie beendet den aktuellen Zweig und verbindet ihn mit dem gewählten Ziel.

## So funktioniert ein Sprung

1. Ein Kontakt durchläuft einen Workflow-Zweig.
2. Am Ende dieses Zweigs erreicht er die Aktion **Gehe zu**.
3. Die Aktion führt ihn über die sichtbare gestrichelte Verbindung zum ausgewählten Zielschritt.
4. Ab diesem Ziel führt der Workflow den Kontakt mit den dort folgenden Schritten weiter.

Der Kontakt überspringt dabei alle Schritte zwischen der Sprungaktion und dem Ziel. Deshalb musst du vor dem Speichern prüfen, ob keine wichtige Nachricht, Aufgabe oder Wartezeit versehentlich ausgelassen wird.

## Sprung einrichten

### 1. Ziel zuerst bauen

Lege zuerst den Schritt an, zu dem der Kontakt später springen soll. Das kann ein Schritt im selben Zweig oder in einem anderen Zweig desselben Workflows sein.

Ein gutes Ziel ist ein gemeinsamer Folgeschritt, zum Beispiel:

* „Warte auf Rückmeldung“
* „Anfrage intern prüfen“
* „Termin bestätigen“
* „Nachfassen nach drei Tagen“

Baue auch die Schritte unterhalb des Ziels fertig, bevor du den Sprung verbindest. Dann kannst du die Folgen besser prüfen.

### 2. Aktion am Ende des Zweigs hinzufügen

Öffne den Zweig, der zum gemeinsamen Ziel führen soll. Füge am letzten freien Platz die Aktion **Gehe zu** hinzu.

Im Einrichtungsfenster gibt es ein erforderliches Feld für den **Namen der Aktion**. Dieser Name dient zur Orientierung im Builder. Benenne ihn nach Ziel und Zweck, zum Beispiel:

* „Zu gemeinsamer Wartephase“
* „Zur Nachfassprüfung“
* „Terminweg zusammenführen“

Ein unklarer Name wie „Gehe zu 1“ macht spätere Änderungen unnötig schwer.

### 3. Speichern und Ziel wählen

Speichere die Aktion über **Aktion speichern**. Erst danach fordert der Builder dich auf, das Ziel des Sprungs auszuwählen.

Die möglichen Zielschritte werden im Workflow hervorgehoben. Klicke auf den Schritt, zu dem der Kontakt weitergeleitet werden soll. Nach der Auswahl zeigt eine gestrichelte Verbindung den Sprung an.

Kontrolliere die Verbindung sofort: Sie muss am Ende des richtigen Zweigs beginnen und am tatsächlich gewünschten Ziel enden.

## Verbindung ändern oder entfernen

Wenn sich das Ziel ändern soll, löse zuerst die bestehende Verbindung:

1. Öffne die Aktion **Gehe zu** im Workflow.
2. Klicke auf das Symbol **Sprung trennen** unter der Aktion.
3. Wähle anschließend den neuen Zielschritt.
4. Teste beide Wege erneut.

Ändere nicht nur den Namen der Aktion. Der Name beschreibt den Sprung, aber erst die sichtbare Verbindung bestimmt das tatsächliche Ziel.

## Wann ein Sprung sinnvoll ist

### Gemeinsame Folgeschritte wiederverwenden

Eine Bedingung trennt Kontakte in zwei Wege. Im ersten Weg erhalten sie nur eine Bestätigung. Im zweiten Weg erhalten sie vor der weiteren Bearbeitung noch eine zusätzliche Nachricht. Danach sollen beide auf eine Rückmeldung warten.

Statt den Warte-Schritt zweimal anzulegen, setzt du am Ende des ersten Weges **Gehe zu** und verbindest ihn mit dem Warte-Schritt des zweiten Weges. Beide Wege treffen sich dort wieder.

### Unnötige Schritte überspringen

Eine Bedingung prüft, ob ein Kontakt einen bestimmten Schritt bereits erledigt hat. Wenn ja, führt der Sprung direkt zum nächsten sinnvollen Schritt. Wenn nein, bleibt der Kontakt im normalen Ablauf und erhält zuerst die fehlende Information.

Wichtig: Die Bedingung entscheidet. Der Sprung führt nur das Ergebnis dieser Entscheidung aus.

## Grenzen und Risiken

### Nicht als Entscheidung verwenden

**Gehe zu** prüft keine Kontaktwerte und keine Ereignisse. Wenn Kontakte unterschiedliche Wege brauchen, baue davor eine passende Bedingung oder Verzweigung.

### Nicht mitten in einen Zweig setzen

Die Aktion ist nur als letzter Schritt eines Zweigs oder gesamten Workflows vorgesehen. Sie kann nicht zwischen zwei normalen Aktionen stehen.

### Schleifen bewusst vermeiden

Ein Sprung kann auch zu einem früheren Bereich des Workflows führen. Das kann bewusst eingesetzt werden, birgt aber ein Risiko: Der Kontakt kann Schritte wiederholt durchlaufen.

Prüfe deshalb jeden Sprung auf diese Fragen:

* Kann der Kontakt irgendwann wieder an derselben Sprungaktion ankommen?
* Wird eine Nachricht oder Aufgabe dadurch mehrfach ausgelöst?
* Gibt es eine klare Bedingung, die die Wiederholung beendet?

Wenn du diese Fragen nicht eindeutig beantworten kannst, verwende keinen Rücksprung.

### Nur innerhalb desselben Workflows

Das Ziel ist ein vorhandener Schritt aus dem aktuellen Workflow. Ein Sprung verbindet keine getrennten Workflows miteinander.

## Vollständiger Test vor der Veröffentlichung

Teste jeden Weg, der an einem Sprung beteiligt ist:

1. Lege für jeden Zweig einen passenden Testkontakt an.
2. Löse die Bedingung so aus, dass jeder Testkontakt in den vorgesehenen Zweig gelangt.
3. Prüfe im Ausführungsverlauf, ob der Kontakt die Aktion **Gehe zu** erreicht.
4. Kontrolliere die sichtbare Verbindung und den tatsächlich erreichten Zielschritt.
5. Prüfe alle Schritte unterhalb des Ziels.
6. Stelle sicher, dass keine wichtige Aktion übersprungen oder doppelt ausgeführt wird.
7. Ändere das Ziel testweise über **Sprung trennen** und prüfe die neue Verbindung erneut.
8. Veröffentliche erst danach.

## Typische Fehler und ihre Lösung

### Der gewünschte Zielschritt ist nicht auswählbar

Lege den Zielschritt zuerst im selben Workflow an und speichere ihn. Erst dann kann er als Ziel gewählt werden.

### Der Sprung landet am falschen Schritt

Kontrolliere die gestrichelte Verbindung im Builder. Wenn sie falsch endet, trenne den Sprung und wähle das Ziel erneut.

### Ein Kontakt erhält dieselbe Nachricht zweimal

Prüfe, ob ein Sprung in einen Bereich führt, den der Kontakt bereits durchlaufen hat. Ergänze eine Bedingung oder wähle ein späteres Ziel, damit keine Schleife entsteht.

### Es fehlt nach dem Sprung ein wichtiger Schritt

Das Ziel wurde zu weit unten im Ablauf gewählt. Prüfe die Schritte, die zwischen Sprungaktion und Ziel liegen, und wähle gegebenenfalls ein früheres Ziel.

### Die Aktion lässt sich nicht hinzufügen

Verschiebe sie ans Ende des betreffenden Zweigs. Zwischen zwei normalen Aktionen steht sie nicht zur Verfügung.

## Praxisbeispiel: Zwei Wege in einer gemeinsamen Nachfassphase

Ein Workflow prüft nach einer Anfrage, ob bereits alle Informationen vorliegen.

* Sind die Informationen vollständig, erhält der Kontakt eine kurze Bestätigung und springt anschließend direkt zur gemeinsamen Nachfassphase.
* Fehlen Informationen, erhält der Kontakt zuerst eine Rückfrage und läuft danach in dieselbe Nachfassphase.

Die gemeinsame Nachfassphase wird nur einmal gepflegt. Wenn sie später geändert wird, gilt die Änderung für beide Wege. Durch Tests mit einem Kontakt pro Zweig prüfst du, dass niemand die Rückfrage versehentlich überspringt oder zweimal erhält.

## Gut zu wissen

* Der Aktionsname macht den Builder verständlich; die gestrichelte Verbindung bestimmt das echte Ziel.
* Baue das Ziel und seine Folgeschritte vor dem Sprung.
* Verwende Sprünge, um gemeinsame Schritte wiederzuverwenden – nicht, um Bedingungen zu ersetzen.
* Jeder Rücksprung braucht eine klare Ausstiegsbedingung, damit kein Kontakt in einer Schleife bleibt.


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