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# Formulare und Umfragen mit Bedingungen steuern

Passe Formulare und Umfragen an Antworten an: Felder anzeigen oder verbergen, passende Hinweise zeigen, Umfragen zu einer anderen Folie führen und jeden Antwortweg vor der Veröffentlichung sicher prüf

Mit bedingter Logik reagiert ein Formular oder eine Umfrage auf die Antwort einer Person. Statt allen dieselben Fragen zu zeigen, kannst du nur die jeweils passenden nächsten Felder anzeigen, eine Nachricht einblenden oder in einer Umfrage gezielt zu einer anderen Folie führen.

Das macht einen Ablauf kürzer und verständlicher. Es funktioniert aber nur zuverlässig, wenn du die Reihenfolge der Regeln planst und jeden möglichen Antwortweg testest.

## Was bedingte Logik für Besucher verändert

Eine Regel besteht immer aus zwei Teilen:

* **Wenn:** Eine Antwort erfüllt eine Bedingung.
* **Dann:** Das Formular oder die Umfrage reagiert darauf.

Beispiele:

* Wenn jemand „Nein“ auswählt, erscheint ein passender Hinweis.
* Wenn eine Auswahl nicht zum Angebot passt, werden die folgenden Detailfragen ausgeblendet.
* Wenn ein Zahlenwert in einem bestimmten Bereich liegt, wird eine andere Frage eingeblendet.
* Wenn eine Person in einer Umfrage auf „Weiter“ klickt, kann sie direkt zu einer passenden Folie springen.

Bedingte Logik verändert nur den Ablauf während der Eingabe. Sie ersetzt keine klare Formulierung der Fragen und keine Prüfung der veröffentlichten Ansicht.

## Vor dem Einrichten: Ablauf zuerst aufschreiben

Plane die Antwortwege, bevor du eine Regel anlegst.

1. Schreibe jede Frage auf, die du wirklich brauchst.
2. Notiere für jede wichtige Antwort, welche nächste Frage oder Information folgen soll.
3. Markiere Fragen, die für einzelne Antwortwege nicht sinnvoll sind.
4. Entscheide, ob eine Antwort nur Felder steuert, eine Nachricht zeigt oder in einer Umfrage zu einer anderen Folie führt.
5. Lege alle Felder und – bei Umfragen – alle Folien zuerst an.
6. Gib den Feldern verständliche Namen. So findest du sie im Regel-Editor sicher wieder.

Starte mit einer einzigen Regel und einem klaren Ziel. Mehrere sich überschneidende Regeln sind möglich, aber schwerer zu testen.

## Bedingte Logik öffnen und erste Regel anlegen

1. Öffne das gewünschte Formular oder die Umfrage im Editor.
2. Wähle oben in der Werkzeugleiste **Bedingte Logik**.
3. Klicke auf **Neue Bedingung**.
4. Wähle die gewünschte Aktion.
5. Baue die Regel im geführten Ablauf auf.
6. Ergänze das Ergebnis der Aktion.
7. Speichere erst, wenn alle Pflichtangaben gültig sind.

Die Originalansicht zeigt den Einstieg über **Bedingte Logik** in der oberen Leiste. Danach öffnet sich ein Bereich mit den verfügbaren Aktionen. Die Speicherschaltfläche wird erst aktiv, wenn die erforderlichen Angaben vollständig sind.

## Die verfügbaren Aktionen verständlich erklärt

| Aktion                                            | Was passiert                                                                            | Wann sie sinnvoll ist                                                                                                    |
| ------------------------------------------------- | --------------------------------------------------------------------------------------- | ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ |
| **Zu URL weiterleiten**                           | Nach der Einsendung wird eine zuvor festgelegte Seite geöffnet.                         | Wenn der nächste Schritt eindeutig außerhalb des Formulars liegt.                                                        |
| **Individuelle Nachricht anzeigen**               | Nach der Einsendung erscheint ein eigener Hinweistext.                                  | Wenn die Person abhängig von ihrer Antwort eine andere Erklärung erhalten soll.                                          |
| **Einsendung als nicht passend markieren**        | Die Einsendung wird bei einem passenden Treffer nicht normal fortgeführt.               | Wenn bestimmte Antworten von deinem Ablauf ausgeschlossen sind. Formuliere die Fragen und Hinweise respektvoll und klar. |
| **Felder anzeigen oder ausblenden**               | Bestimmte Felder oder Elemente werden abhängig von der Antwort sichtbar oder verborgen. | Wenn Folgefragen nur für eine bestimmte Auswahl relevant sind.                                                           |
| **Zu Folie oder Frage springen** *(nur Umfragen)* | Nach **Weiter** springt die Umfrage zu einer ausgewählten Folie oder Frage.             | Wenn verschiedene Antworten unterschiedliche Fragewege brauchen.                                                         |

Für Weiterleitung, Nachricht und die Markierung als nicht passend gilt: Trifft mehr als eine Regel zu, wird die **erste passende Regel** ausgeführt. Beim Anzeigen oder Ausblenden können spätere passende Regeln eine frühere Darstellung überschreiben.

## Eine Bedingung in drei Schritten aufbauen

Der Regel-Editor führt dich durch drei Entscheidungen:

1. **Feld wählen:** Wähle die Frage oder das Feld, dessen Antwort geprüft werden soll.
2. **Zustand wählen:** Lege den passenden Vergleich fest, zum Beispiel „ist gleich“, „enthält“, „ist leer“ oder „ist ausgefüllt“.
3. **Wert angeben:** Trage die Antwort, Zahl oder das Datum ein, die den Treffer auslösen soll.

Manche Vergleiche benötigen keinen zusätzlichen Wert. Bei **ist leer**, **ist ausgefüllt**, **ist ausgewählt** oder **ist nicht ausgewählt** wird nur geprüft, ob dieser Zustand vorliegt.

Du kannst innerhalb einer Regel weitere Bedingungen ergänzen:

* **Alle Bedingungen müssen zutreffen:** Nutze das, wenn mehrere Angaben gleichzeitig erfüllt sein müssen.
* **Mindestens eine Bedingung muss zutreffen:** Nutze das, wenn verschiedene Antworten zum gleichen Ergebnis führen sollen.

Beide Verknüpfungen lassen sich nicht innerhalb derselben Regel mischen. Wenn du beide Arten brauchst, erstelle getrennte Regeln und teste ihre Reihenfolge.

## Welche Vergleiche zu welchem Feld passen

Die Auswahl der Vergleiche richtet sich nach dem Feldtyp.

| Feldtyp                               | Mögliche Vergleiche laut Quelle                                                        |
| ------------------------------------- | -------------------------------------------------------------------------------------- |
| Einzeiliger oder mehrzeiliger Text    | gleich, nicht gleich, enthält, enthält nicht, beginnt mit, endet mit, leer, ausgefüllt |
| E-Mail oder Telefonnummer             | gleich, nicht gleich, enthält, beginnt mit, endet mit, leer, ausgefüllt                |
| Zahl oder Punktwert                   | gleich, nicht gleich, größer als, kleiner als, zwischen, leer, ausgefüllt              |
| Datum                                 | gleich, vor, nach, zwischen, leer, ausgefüllt                                          |
| Einfache Auswahlliste                 | gleich, nicht gleich, leer, ausgefüllt                                                 |
| Mehrfachauswahl oder Kontrollkästchen | Option ausgewählt, Option nicht ausgewählt, leer, ausgefüllt                           |
| Zustimmungselement                    | ausgewählt oder nicht ausgewählt                                                       |
| Datei- oder Unterschriftsfeld         | leer oder ausgefüllt                                                                   |

**Zwischen** eignet sich für einen Bereich aus Zahlen oder Daten; der Bereich schließt seine beiden Grenzen ein. Textvergleiche berücksichtigen laut Quelle weder Groß- und Kleinschreibung noch überflüssige Leerzeichen. Datumvergleiche richten sich nach der Zeitzone des Standorts.

Nicht jedes sichtbare Element ist ein Auslöser. Die Quelle nennt Kalenderfelder ausdrücklich als nicht unterstützten Auslöser. Lege eine wichtige Regel deshalb niemals ausschließlich auf ein Feld, das im Editor nicht auswählbar ist.

## Felder gezielt ein- und ausblenden

Die Aktion **Felder anzeigen oder ausblenden** hilft, unnötige Fragen zu vermeiden.

So gehst du vor:

1. Lege zuerst alle möglicherweise benötigten Felder im Formular an.
2. Erstelle eine neue Bedingung und wähle **Felder anzeigen oder ausblenden**.
3. Wähle das auslösende Feld, den Vergleich und den passenden Wert.
4. Entscheide, welche Felder oder Elemente bei einem Treffer angezeigt oder verborgen werden sollen.
5. Speichere die Regel.
6. Öffne die Vorschau und teste sowohl den Treffer als auch die gegenteilige Antwort.

Beispiel: Die erste Frage lautet „Möchtest du eine Beratung?“. Bei „Ja“ werden Terminwunsch und Telefonnummer eingeblendet. Bei „Nein“ bleiben diese Fragen verborgen. Wichtig: Eine spätere passende Regel kann die Sichtbarkeit wieder ändern. Prüfe deshalb eine Kombination aus allen Antworten, nicht nur jede Regel einzeln.

## Umfragen mit Sprüngen steuern

In Umfragen kannst du zusätzlich zu einer bestimmten Folie oder Frage springen.

* Der Sprung wird geprüft, wenn die Person **Weiter** auswählt.
* Die Grundlage kann ein Feld oder eine Folie sein.
* Wenn mehrere Sprungregeln zutreffen, gilt die erste passende Regel.
* Der Editor verhindert Sprünge zu sich selbst und Kreise wie Folie A → Folie B → Folie A.
* Du kannst Regeln nach Feld oder Folie filtern, um bei längeren Umfragen den Überblick zu behalten.

Plane Sprünge als kleine Karte: Startfolie, Antwort, nächste Folie. Teste jeden Pfad bis zur letzten Folie. Eine Regel kann technisch gültig sein und trotzdem einen unverständlichen Weg erzeugen, wenn eine wichtige Frage übersprungen wird.

## Reihenfolge der Regeln verstehen

Regeln werden von oben nach unten geprüft. Diese Reihenfolge ist Teil des Ergebnisses.

* Bei **Weiterleitung**, **Nachricht** und **nicht passend markieren** gewinnt der erste Treffer.
* Bei **Anzeigen oder Ausblenden** kann ein späterer Treffer eine frühere Sichtbarkeit überschreiben.
* Bei mehreren Sprüngen in einer Umfrage gewinnt der erste passende Sprung.

Ordne deshalb die spezifischste Regel vor eine allgemeinere Regel. Schreibe im Namen oder in einer internen Notiz kurz auf, welchen Antwortweg jede Regel steuert. Das spart Fehler, wenn du später etwas änderst.

## Vollständiger Test vor der Veröffentlichung

Führe mindestens diese Tests außerhalb des Editors durch:

1. **Treffer:** Gib genau die Antwort ein, welche die Regel auslösen soll.
2. **Kein Treffer:** Gib eine Antwort ein, bei der die Regel nicht greifen darf.
3. **Grenzfall:** Prüfe bei Zahlen oder Daten beide Enden eines Bereichs.
4. **Mehrere Bedingungen:** Teste jede mögliche Kombination, wenn du mehrere Bedingungen verbunden hast.
5. **Mehrere Regeln:** Kontrolliere, welche Regel bei zwei passenden Treffern tatsächlich gewinnt.
6. **Sichtbarkeit:** Prüfe, ob eingeblendete Felder erscheinen und ausgeblendete Felder wirklich verschwinden.
7. **Sprünge:** Gehe in einer Umfrage jeden Antwortpfad bis zum Ende durch.
8. **Mobilansicht:** Teste die veröffentlichten Antwortwege auf einem Smartphone.

Teste immer mit einer echten Eingabe. Die Vorschau zeigt dir den Ablauf, aber erst der vollständige Weg macht Fehler in Reihenfolge, Inhalt und Ziel sichtbar.

## Typische Probleme und ihre Lösung

| Beobachtung                                                | Wahrscheinliche Ursache                                          | Nächster Schritt                                                                                 |
| ---------------------------------------------------------- | ---------------------------------------------------------------- | ------------------------------------------------------------------------------------------------ |
| Eine Regel löst nicht aus.                                 | Feld, Vergleich oder Wert passen nicht genau zusammen.           | Prüfe die drei Schritte der Regel und teste mit einer eindeutig passenden Antwort.               |
| Eine falsche Regel gewinnt.                                | Eine allgemeinere Regel steht oberhalb einer spezielleren Regel. | Ordne die spezifische Regel nach oben und teste beide Wege erneut.                               |
| Ein Feld bleibt sichtbar, obwohl es verborgen werden soll. | Eine spätere Regel überschreibt die Sichtbarkeit.                | Prüfe alle Regeln mit Anzeigen oder Ausblenden in ihrer Reihenfolge.                             |
| Der Sprung in der Umfrage führt nicht wie erwartet weiter. | Mehrere Sprünge passen oder die Ziel-Folie ist falsch gewählt.   | Teste den Antwortweg von der Startfolie bis zum Ende und prüfe die Reihenfolge der Sprungregeln. |
| Die Speichern-Schaltfläche bleibt deaktiviert.             | Eine Pflichtangabe der Regel fehlt oder ist ungültig.            | Vervollständige Feld, Zustand, Wert und Aktionsergebnis.                                         |
| Ein Datum verhält sich unerwartet.                         | Der Vergleich richtet sich nach der Standort-Zeitzone.           | Prüfe Testdaten in dieser Zeitzone und kontrolliere besonders die Grenzen von Bereichen.         |

## Grenzen, die du kennen solltest

* Die Quelle bestätigt eine Schutzfunktion gegen kreisförmige Sprünge. Sie ersetzt keine inhaltliche Prüfung aller Antwortwege.
* Felder, die in einer Regel nicht auswählbar sind, können nicht als Auslöser verwendet werden.
* Die genaue Oberfläche kann sich weiterentwickeln. Achte auf die Wirkung der Einstellung, nicht nur auf ihre Bezeichnung.
* Das eingebettete Originalvideo zeigt eine ältere Oberfläche. Es bestätigt nur den grundlegenden Einstieg und die damals verfügbaren Aktionen; die aktuelle Textquelle und die aktuellen Originalansichten sind für die heute beschriebenen Funktionen maßgeblich.
* Originalbilder und Originalvideos aus der Quelle werden nicht in die Dokumentation übernommen.

## Praxisbeispiel: Anfrageweg ohne überflüssige Fragen

Ein Beratungsunternehmen fragt zuerst: „Wobei können wir helfen?“

1. Es legt drei Auswahlmöglichkeiten an: Erstgespräch, bestehendes Projekt und allgemeine Information.
2. Bei **Erstgespräch** wird die Frage nach dem gewünschten Termin eingeblendet.
3. Bei **bestehendem Projekt** wird stattdessen ein Feld für die Projektnummer sichtbar.
4. Bei **allgemeine Information** wird keine Terminfrage gezeigt, sondern nach **Weiter** zu einer Informationsfolie gesprungen.
5. Das Team testet alle drei Antworten auf Desktop und Smartphone.
6. Danach testet es bewusst eine unbeantwortete Auswahl und prüft, dass keine wichtige Frage unverständlich übersprungen wird.

Das Ergebnis: Jede Person sieht nur die Fragen, die zu ihrem Anliegen passen, und das Team erhält klarere Angaben.


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