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# Versand- und Lieferregeln im Onlineshop festlegen

## Das Ergebnis

Versandprofile und Liefergebiete bestimmen, für welche Produkte und Adressen im Shop eine Lieferung möglich ist. Du ordnest Produkte gezielt einem Lieferprofil zu und legst fest, welche Länder, Regionen oder Postleitzahlen dazu gehören.

Damit vermeidest du, dass ein Artikel für ein Gebiet angeboten wird, das du nicht belieferst.

## Vor dem Einrichten

Halte diese drei Informationen bereit:

* Welche Produkte gelten überall als Standardartikel?
* Welche Produkte brauchen ein eigenes Liefergebiet?
* In welche Länder, Regionen oder Postleitzahlen lieferst du tatsächlich?

Beginne mit einer kleinen, eindeutigen Struktur. Mehrere ähnliche Profile machen die spätere Prüfung unnötig schwierig.

## Allgemeines Versandprofil verstehen

Für den Shop gibt es ein allgemeines Versandprofil. Es ist die Auffanglösung für Produkte, die keinem eigenen Profil zugeordnet sind.

Ein eigenes Profil verwendest du nur für Ausnahmen, etwa für bestimmte Produktgruppen oder abweichende Liefergebiete. So bleibt der Großteil des Sortiments im allgemeinen Profil und nur die wirklichen Sonderfälle erhalten eine eigene Zuordnung.

> **Wichtig:** Ein Produkt kann immer nur einem eigenen Versandprofil gleichzeitig zugeordnet sein. Ordnet du es später einem anderen eigenen Profil zu, ersetzt die neue Zuordnung die bisherige. Löschst du ein eigenes Profil, fallen die zugeordneten Produkte wieder auf das allgemeine Profil zurück.

## Eigenes Versandprofil anlegen

1. Öffne **Zahlungen > Einstellungen > Versand und Lieferung > Eigene Profile**.
2. Wähle **Eigenes Profil hinzufügen**.
3. Gib einen eindeutigen Profilnamen ein. Dieser Name hilft nur intern bei der Verwaltung und ist nicht für Kundinnen und Kunden bestimmt.
4. Wähle die Shopseiten aus, für die das Profil gelten soll.
5. Wähle über **Produkte hinzufügen** die passenden Produkte oder Produktgruppen aus.
6. Wähle **Gebiet hinzufügen**, um das Liefergebiet festzulegen.
7. Speichere das Profil erst, nachdem du Produkte und Gebiet kontrolliert hast.

Die Einrichtung führt dich sichtbar durch mehrere Schritte: Profilname, Shopauswahl, Produkte und Liefergebiete. Arbeite sie in dieser Reihenfolge ab, damit keine Zuordnung vergessen wird.

## Liefergebiet anlegen

Ein Liefergebiet verbindet eine geografische Auswahl mit dem Profil.

1. Wähle im Profil **Gebiet hinzufügen**.
2. Vergib einen verständlichen Namen, zum Beispiel „Schweiz“ oder „Region Nord“.
3. Suche Länder und Regionen über Namen oder Länderkürzel.
4. Wähle ein ganzes Land oder öffne es, um einzelne Regionen darunter auszuwählen.
5. Prüfe die Auswahl und bestätige sie mit **Hinzufügen**.
6. Speichere anschließend das Profil.

Der Gebietsname ist ein Pflichtfeld. Verwende Namen, die dein Team ohne Nachfragen versteht. Eine Region sollte nicht versehentlich in mehreren widersprüchlichen Gebieten liegen.

Ein Bundesland oder eine Region, die bereits einem Gebiet zugeordnet ist, kann nicht zusätzlich in einem zweiten Gebiet desselben Profils verwendet werden. Überlege die Gebietseinteilung deshalb vor dem Speichern und passe ein bestehendes Gebiet an, statt eine überlappende Kopie anzulegen.

## Versandregel innerhalb eines Liefergebiets festlegen

Ein Liefergebiet legt fest, **wohin** geliefert werden kann. Eine Versandregel im Gebiet legt fest, **welche Liefermöglichkeit** im Checkout erscheint. Erstelle erst das Gebiet und ergänze danach die passende Regel.

1. Öffne **Zahlungen > Einstellungen > Versand und Lieferung**.
2. Öffne das allgemeine oder ein eigenes Versandprofil.
3. Öffne das gewünschte Liefergebiet und wähle **Versandregel hinzufügen**.
4. Vergib einen internen Namen, der den Ablauf eindeutig beschreibt, etwa „Paketversand“ oder „Abholung im Stadtgebiet“.
5. Lege fest, ob die Regel immer für dieses Gebiet gelten soll oder nur unter einer zusätzlichen Bedingung.
6. Speichere und prüfe die Regel mit einer Lieferadresse aus diesem Gebiet.

Für gewichtsgesteuerte Regeln wählst du als Bedingung das Gesamtgewicht der Artikel im Warenkorb. Gib eine Untergrenze und bei Bedarf eine Obergrenze an. Das Gewicht der einzelnen Produkte muss zuvor sauber gepflegt sein, sonst kann der Checkout die Regel nicht zuverlässig zuordnen. Weitere Hinweise findest du unter [Gewicht, Maße und Artikelnummern bei Produkten pflegen](/help/plattform/one-loop-plattform/produkte-und-zahlungen/produkte/gewicht-masse-und-artikelnummern-bei-produkten-pflegen.md).

Du kannst innerhalb eines Gebiets mehrere Regeln anlegen, wenn sie verschiedene Lieferfälle abbilden. Achte darauf, dass ihre Bedingungen klar voneinander getrennt sind. Überlappende Bereiche erschweren die Kontrolle, welche Auswahl eine Person im Checkout erhält.

## Was Kundinnen und Kunden im Checkout sehen

Nach Eingabe oder Änderung der Lieferadresse prüft der Checkout Liefergebiet, Warenkorb und gespeicherte Regeln erneut. Anschließend erscheinen nur die Liefermöglichkeiten, die zu dieser Kombination passen.

Gibt es nur eine passende Möglichkeit, wird sie automatisch ausgewählt. Bei mehreren Möglichkeiten wird die Vorauswahl nach den gespeicherten Lieferregeln bestimmt und nach einer Adress- oder Warenkorbänderung erneut geprüft. Kontrolliere das mit echten Testadressen, statt dich auf die Bearbeitungsansicht zu verlassen.

Passt eine Lieferadresse zu keinem Gebiet, erscheint keine passende Liefermöglichkeit. Lege deshalb zusätzlich ein bewusst gewähltes Auffanggebiet für alle übrigen Länder oder Regionen an, wenn dein Shop dort weiterhin liefern soll. Ohne dieses Auffanggebiet kann eine grundsätzlich lieferbare Adresse im Checkout ohne Auswahl bleiben.

## Liefergebiete auf Postleitzahlen begrenzen

Für lokale Lieferungen kannst du ein Gebiet auf bestimmte Postleitzahlen beschränken.

1. Öffne das gewünschte Liefergebiet.
2. Aktiviere **Lieferung auf bestimmte Postleitzahlen begrenzen**.
3. Trage einzelne Postleitzahlen, mehrere durch Komma getrennte Werte oder einen Präfix mit abschließendem Stern ein, zum Beispiel `46*`.
4. Speichere und teste eine passende sowie eine nicht passende Lieferadresse.

Der Stern ist nur am Ende eines Präfixes gültig. Leere, ungültige oder doppelte Eingaben verhindern das Speichern. Stimmt die Postleitzahl einer Lieferadresse mit keinem Eintrag überein, gilt dieses Liefergebiet im Checkout nicht.

## Gemischte Warenkörbe sicher testen

Ein Warenkorb kann Produkte aus dem allgemeinen und aus einem eigenen Profil enthalten. Teste diesen Fall immer getrennt von einzelnen Artikeln.

1. Prüfe einen Standardartikel mit einer passenden Lieferadresse.
2. Prüfe einen Artikel aus dem eigenen Profil mit einer passenden Lieferadresse.
3. Prüfe beide Artikel gemeinsam im Warenkorb.
4. Wiederhole den Test mit einer Adresse außerhalb des eigenen Liefergebiets.
5. Kontrolliere, ob im Checkout nur passende Liefermöglichkeiten sichtbar sind.
6. Ändere im selben Test die Adresse und den Warenkorb. Prüfe, ob die Auswahl danach nachvollziehbar neu bestimmt wird.
7. Teste eine Adresse, die zu keinem Gebiet passt, damit du die gewollte Auffangregel kontrollieren kannst.

So erkennst du früh, ob ein Produkt versehentlich einem falschen Profil zugeordnet wurde oder ein Gebiet zu weit gefasst ist.

## Typische Fehler

### Ein Produkt ist für das falsche Gebiet verfügbar

Prüfe zuerst, welchem eigenen Profil das Produkt aktuell zugeordnet ist. Ein Produkt kann nicht gleichzeitig in zwei eigenen Profilen liegen. Kontrolliere anschließend die Länder, Regionen und gegebenenfalls die Postleitzahlen des zugeordneten Gebiets.

### Eine Lieferadresse wird nicht akzeptiert

Prüfe, ob Land und Region im Gebiet ausgewählt sind. Ist die Postleitzahlenbegrenzung aktiv, teste die genaue Schreibweise der Postleitzahl und einen passenden Präfix. Eine Adresse außerhalb der Auswahl kann dieses Gebiet nicht verwenden. Prüfe außerdem, ob ein Auffanggebiet vorgesehen ist; ohne passende Zone zeigt der Checkout keine Liefermöglichkeit.

### Nach dem Löschen stimmt die Zuordnung nicht mehr

Nach dem Löschen eines eigenen Profils nutzen seine Produkte wieder das allgemeine Profil. Prüfe deshalb danach die betroffenen Produkte und die wichtigsten Lieferadressen erneut.

## Praxisbeispiel

Ein Shop liefert Standardartikel in mehrere Länder, schwere Sonderartikel jedoch nur in ausgewählte Regionen. Das Team lässt die Standardartikel im allgemeinen Profil und erstellt für die Sonderartikel ein eigenes Profil. Dort wählt es die betroffenen Produkte, die zulässigen Regionen und bei Bedarf passende Postleitzahlen aus. Vor dem Start testet es einen Standardartikel, einen Sonderartikel, einen gemischten Warenkorb sowie eine Adresse innerhalb und außerhalb des Liefergebiets.
